Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an seine Schulzeit. War es bei euch auch so, dass die Bücher, mit denen man lernen sollte so gestaltet waren, dass sie möglichst jugendnah wirkten? So grinste mich neulich auf dem Cover eines Deutschbuchs der 9. Klasse ein Junge an, der seinen Arm fast [ja so weit wollen sie dann doch nicht gehen!] um ein Mädchen legte. Und das im prüden Deutschland. So was hat mich schon in der 9. Klasse genervt. Alles was man in solcher Designkunst sieht, ist das Zerrbild, das die Erwachsenen von der Jugend haben. Dieses Unverständnis ist eine historische Konstante. Eltern konnten –oder wollten- noch nie ihre Kinder voll und ganz verstehen, und das ist auch gut so!
Werbeagenturen und Designerschmieden sollten es aufgeben sich Jugendnah zu geben. Das geht eh nur in dies Hose. Die kleinen wittern den Fake, so wie Hunde Angst! Grade bei Schulbüchern hätte ich gerne mehr graue Sachlichkeit, da weiß man doch noch was man hassen kann…

