Es gibt eine neue Folge des elektrischen Reporters. Überschrieben mit : Web-Kampagne: Wähler-generierter Wahlkampf. Als Ausgangspunkt der Betrachtung wählt Mario Sixtus den US Wahlkampf, den Obama – vor allem durch die Nutzung der neuen Kommunikationswege – für sich entscheiden konnte! Bei einem Blick über den Teich zurück nach Deutschland fällt einem allerdings auf, dass die deutschen Parteien noch nicht so richtig für die Idee brennen sich selbst digital anzupreisen.
Elektrischer Reporter – Web-Kampagne: Wähler-generierter Wahlkampf
So viel zum Inhalt. Mir gefällt der elektrische Reporter sehr gut und ich habe alle bisherigen Folgen verschlungen. Aber ich muss mich dem Pathos, in dem diese Folge getränkt wurde entgegenstellen. Die Grundaussage, „digitaler Wahlkampf führt uns zu einem Politiker, der auf Augenhöhe mit seinen Wählern ist“ kann ich nicht nachvollziehen! In meinen Ohren klingt das nach den utopischen Heilswünschen, die man in das Web hineinprophezeit. Es ist das überall im Internet zu finde Versprechen, durch das Vorhanden sein von Information ein altes Problem mit neuen mitteln zu lösen.
Mehr Transparenz gibt dem Politiker ein neue Bühne auf der er spielen kann. Diese Bühne kann niemals so gut sein, dass man sich wirklich auf Augenhöhe zu ihm befindet. Was geschieht ist, das das private politisch wird (in einem ganz anderen Sinn als die 68er das dachten)
Ich bin eher der Auffassung, dass der Politiker der Zukunft ein noch geschickterer Schauspieler sein muss der sich darauf versteht, das Netz und seine absonderliche Hype-Kultur für sich auszunutzen. Nach meinem Verständnis macht er sich damit noch viel mehr zu einem Spielball der Medienwelt, als er es heute schon ist. Noch mehr tritt die Form vor den Inhalt. Von einer gewissen Skepsis gegen die kollektive Intelligenz ganz zu schweigen. Obama ist ja auch bisher mehr durch seinen Kometenhaften aufstieg in den Medien, als durch seine brillanten politischen Entscheidungen.
Fazit: Hoffnungen, die Digitalisierung der Demokratie nimmt ihr ihre Schwäche, halte ich für zu schnell und falsch geschlossen. Sie bleibt immer anfällig für selbst verliebte Schauspieler!
test test 123, einer muss ja mal den Anfang machen…